Unsere  Projektreise vom 28.12.2013 - 07.01.2014 nach Eritrea

Unsere Reisegruppe besteht aus 5 Teilnehmern:
1.     Ghiorghis Haile, unser eritreischer Freund aus Tübingen und Vereinsmitglied. Als Übersetzer, Koordinator, Orts- und Landeskundiger, ist er für uns jedes Mal unentbehrlich.
2.   Meine Kollegin Heidi Wacker aus Bad Urach, die jahrelang in ihrer Kirchengemeinde für die Schule in Ashera
aktiv war.
3.   Ihr Mann Jürgen Wacker
4.   Mein Mann Horst Matzky
5.   und ich (Dorothea Graf)

Samstag, 28.12.201
A
bfahrt vom Bahnhof Tübingen zum Flughafen Frankfurt
Für Heidi und Jürgen war es die erste Reise nach Eritrea, für Horst und mich bereits die siebte.
Abflug mit Yemenia-Airlines um 11.30 Uhr, Zwischenstop in Rom und Landung um Mitternacht (Ortszeit) in Sanaa in Yemen.

Sonntag, 29.12.2013
Weiterflug in Sanaa mit 2 Stunden Verspätung , Ankunft um 03.  Uhr morgens am Flughafen Asmara.
Die Stadt liegt in 2400 Metern Meereshöhe und es ist empfindlich kühl am Morgen 
Aufgrund technischer Probleme, verlassen wir um 6 Uhr morgens das Flughafengebäude. Jeder von uns hat ca. 40 kg Reisegepäck dabei.

Herzliche Begrüßung durch Keflizghi, dem Bruder von Ghiorghis.  Er bringt uns ziemlich müde, aber voller freudiger Erwartungen zu unserer kleinen Pension Concorde im Zentrum Asmaras.
Nach etwa 6 Stunden Schlaf unternehmen wir einen gemütlichen Stadtbummel und besuchen das zooähnliche Freigehege mit herrlichem Blick über die wunderbare Berglandschaft in Richtung Rotes Meer.

Montag, 30.12.2013
Ghiorghis ist wegen unserer Reisegenehmigung für Keren und unserer Projekte schon um 8.00 Uhr im Tourismusbüro, wir lassen es etwas ruhiger angehen.
Um 11.00 Uhr  sind wir in der deutschen Botschaft und haben ein gutes Gespräch mit dem Botschafter Herrn Richter über unsere Projektarbeit, über seine Erfahrungen und Unternehmungen in Eritrea.
Um 12 Uhr erhalten wir bereits die Reisegenehmigung, und um 15 Uhr geht es, nach einem Besuch bei der Nichte von Ghiorghis, zum Ziel unserer Reise, nach Keren, der Hauptstadt der Zoba Anseba.
Nach einer zügigen Fahrt durch herrliche bergige Landschaften erreichen wir gegen 18 Uhr Keren. Die Häuser und Hügel sind angestrahlt von der Abendsonne, das Straßenleben pulsiert, und wie immer sind wir von dieser wunderschönen Stadt verzaubert.
Im Hotel Sarina am Stadtrand beziehen wir unsere schönen komfortablen Unterkünfte.

Dienstag, 31.12.2013
Um 10 Uhr erwartet uns  im Regierungsgebäude der Gouverneur Ghirghis, vergleichbar mit einen Ministerpräsidenten, sowie der Ingenieur Zerigabir, mit dem wir schon lange zusammenarbeiten.
Der Gouverneur lädt uns für den 1.1.2014 zu einer Fahrt in die Umgebung von Keren ein.
Mit Zerigabir besuchen wir anschließend unser 2013 abgeschlossenes Projekt, die Sanierung der Keren Secondary School. Im Schulgelände (derzeit besuchen ca. 2400 Schüler die Schule) erwarten uns bereits der Schuldirektor sowie Mitglieder des PTA (Parents Teacher Association).
Es ist einfach wunderbar zu sehen, wie unsere Spendengelder hier zum Wohle der Schüler umgesetzt wurden: Bei den zwei neuen Toilettenanlagen gibt es Wasser zum Spülen und Händewaschen, und zwei Frauen sorgen während der Unterrichtszeiten für die Sauberkeit.
Die Bibliothek mit etwa 100 Leseplätzen ist außen und innen renoviert und in freundlichen Farben gestrichen worden. Große Vorhänge halten die grelle Sonneneinstrahlung ab.
Da es, wie derzeit oft in Eritrea, Stromausfälle gibt, ist es für die dort lernenden Schüler ziemlich dunkel. Und so wird auch gleich das 1. Projektanliegen an uns herangetragen: Installierung einer Fotovoltaikanlage zur sicheren unabhängigen Versorgung der Schule mit Elektrizität.
Die Anlage soll: a.) zur Beleuchtung ,  b.) für die Wasserpumpe,  c.) für die gewünschten Schülercomputer (als 2. Projektwunsch) verwendet werden.
Zerigabir wird uns einen entsprechenden Projektvorschlag ausarbeiten und  zuschicken
Im weiten Schulgelände können Dank der neuen Wasserleitung 400 neu gepflanzte Bäume bewässert werden. Nach der nächsten Regenzeit, die hoffentlich ergiebiger sein wird als die von 2013, soll auch der Schulgarten wieder angelegt werden.
Um 12 Uhr sind wir bei Bischof Abba Kidane und seinem Generalsekretär Abba Uqbagaber zum Mittagessen eingeladen. In fröhlicher Stimmung (mit Abba Kidane arbeiten wir seit 1996 zusammen, 2002 lernten wir ihn persönlich kennen) lassen wir uns das eritreische Nationalgericht (Ingera mit Gemüse- und Fleischbeilagen)  schmecken.

Nach einer kurzen Mittagspause geht es um 15 Uhr mit Abba Uqbagaber und Zerigabir in die nähere Umgebung von Keren zur Besichtigung von 6 im Bau befindlichen Staudämmen. Für uns ist schön zu hören, dass es beim Bau dieser Dämme eine gute Zusammenarbeit zwischen der Kath. Diözese Keren und der Lokalregierung gibt.
Zerigabir erklärt uns, dass es, auch trotz der schlechten Regenzeit, genügend Wasser geben würde, und die Wasserversorgung u.a. eine Frage des Stauens und der Rückhaltemöglichkeit des Wassers ist. Zerigabir setzt sich mit all seinem fachlichen Können und großem Engagement für die Wasserversorgung der Bevölkerung ein. Das Ziel ist, dass jeder Mensch in Eritrea in naher Zukunft Zugang zu sauberem Trinkwasser bekommt, der nicht mehr als 500 m von seiner Wohnung entfernt ist.
Erst nach einbrechender Dunkelheit kehren wir müde, aber erfüllt mit neuen und interessanten Eindrücken, in unser  Hotel zurück.
Heidi und Jürgen ziehen sich an diesem Silvesterabend vor Müdigkeit bereits um 22 Uhr in Ihr Zimmer zurück. Ghiorghis, Horst und ich verfolgen in der Hotellounge am Fernseher die Silvesterfeier in Asmara. Zum Jahreswechsel gibt es weder Raketen noch Sekt, dafür aber eritreisches Bier und Glückwünsche für 2014.

Mittwoch, 1.1.2014
Bereits um 8 fährt der Gouverneur mit seinem Fahrer vor. In seinem weißen, traditionellen, muslimischen Festtagsgewand( obwohl katholisch) inclusive kunstvoll geschwungenem Turban erkennen wir ihn zunächst gar nicht wieder. Voller Stolz zeigt er uns 6 weitere im Bau befindliche Staudämme sowie die vom Staat geführte landwirtschaftliche Großanlage bei Elabered mit einer Rinder- und Schweinezucht sowie der Milchwirtschaft. In einem ehemaligen Gutshaus aus italienischer Kolonialzeit bekommen wir köstliche Milch zu trinken. Um 12 Uhr lädt er uns zu einem Essen in unserem Hotel ein und bedankt sich dabei für unseren Einsatz für das Land Eritrea. Ihm ist es wohl sehr wichtig uns zu zeigen, dass, was die Wasserversorgung betrifft,  die eritreische Regierung sich für die Bevölkerung einsetzt.
Bereits um 16 Uhr der nächste Termin: Eine Informationsveranstaltung im Bischöflichen Ordinariat.
Die Mitarbeiter von CESK (Catholic Eparchy Secretary of Keren) geben uns anhand einer power-point Präsentation einen Überblick über die vielfältigen sozialen Aufgaben der Diözese:
- Bildungsprojekte (Schulen, Kindergärten, Lehrerzusatzausbildung, Erwachsenenbildung)
- Gesundheitsprojekte (Krankenstationen, Gesundheitsberatung, Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangeren und
Kindern, Familienplanung, Beratung und Versorgung von Aidskranken und Betreuung von Aidswaisen …)
- Frauenförderung (Kleinkredite, Hühner-, Ziegen- und Esel als Starthilfe zu einem kleinen
Einkommen,  Näh-, Web- und Stickkurse…)
- Nahrungsmittelhilfe und Wasserversorgung für besonders notleidende Menschen
- Beratung zum Anbau von Gemüse zur besseren Nahrungsversorgung
Zutiefst sind wir beeindruckt, wie sehr sich CESK sozial engagiert. Ob Muslime, Christen oder Orthodoxe- jeder Notleidende bekommt so weit wie möglich Unterstützung. Hoffentlich bleibt das bisher friedliche Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeiten erhalten.
Anschließend fahren wir mit Abba Uqbagaber zu unserem neuen Projekt, dem Bau einer Wasserleitung und eines Wasserreservoirs im Dorf Megarih. Das Reservoir oberhalb des Dorfes ist bereits fertig gestellt. Über ein natürliches Gefälle (Freispiegelleitung)  soll das Wasser bald ins Dorf fließen.
Abba Uqbagaber zeigt uns die Plätze im Dorf für die zwei geplanten Wasserentnahmestellen mit je 10  Zapfhahnen. Bei Einbruch der Dunkelheit besuchen wir noch den 800 m vom Dorf entfernten Brunnen, von dem aus mittels Solarpumpe (sie wird von einer ital. Organisation finanziert)  das Wasser in den Hochbehälter transportiert werden soll. Im November wurde mit dem Projekt begonnen. Ende Februar soll es fertig sein. Finanziert wird dieses Projekt neben privaten Spendern von der „Stiftung Aktion Arme Welt“ sowie dem „Arbeitskreis für Entwicklungspolitik und Selbstbesteuerung“ München.
Für die Dorfbewohner, von denen viele tatkräftig an der Realisierung mitarbeiten, wird diese Wasserleitung eine große Verbesserung ihrer Lebenssituation sein.

Donnerstag, 2.1.2014
Fahrt nach Ashera. Der Besuch der Dorfgemeinschaften ist der eigentliche Anlass unserer Reise und somit auch der Höhepunkt. Schon um 8 Uhr fahren wir, begleitet von Abba Uqbagaber und Ingenieur Zerigabir, hinab ins Tiefland, in die  heiße und wasserarme Region nördlich von Keren.
Vorher aber machen wir noch kleine Umwege zu folgenden Orten:
Ghilas: Dort besuchen wir, auf Wunsch des Münchner Vereins „Hilfe für Schulen in Eritrea“ die von CESK finanzierte Schule. Der Münchner Verein finanziert seit Jahren die Lehrergehälter dieser Schule. Der Direktor ein  Moslem, führt uns in jedes Klassenzimmer, wo wir freundlich von den Kindern begrüßt werden. Heidi und ich (beide selbst Lehrerinnen) sind v.a. von der ruhigen Arbeitsatmosphäre, die hier herrscht, angetan.
Hagaz: Nach dem Besuch der Schule und des Kindergartens geht es zur Mehrzweckhalle, die sich noch im Umbau befindet. Dieses Projekt hat sich aufgrund von Zementmangel sehr verzögert.
Das Ehepaar Schramm aus Ilsfeld finanziert mit dem Erlös beim Flohmarktverkauf und anderer Aktionen den Umbau des Gebäudes.
Der „Förderkreis Patenschulen e.V.“ Kirchentellinsfurt hat die Kosten für die Möblierung des zukünftigen Kindergartens übernommen. Wir hoffen, dass die Kinder (die Nachfrage sei riesengroß) bald in dieses Gebäude einziehen können.                         
Weiter geht  die Fahrt ins Dorf Adi Kurban, wo wir 2006 den Bau einer Grundschule finanzierten. Die Schüler haben heute unterrichtsfrei. Eine Lehrerin und ein Dorfbewohner kommen jedoch gleich angelaufen und zeigen uns die Klassenräume. Seit dem Bau dieser Schule können alle Kinder in der Umgebung eingeschult werden und müssen keine kilometerweiten Schulwege mehr zurücklegen.
Auf dem Rückweg machen wir noch Halt beim Brunnen, für den ein Mitglied der Münchner AES vor 8 Jahren eine Solarpumpe finanziert hat. Die Pumpe, die wir damals per Schiff von Deutschland nach Eritrea verschickt haben, funktioniert immer noch einwandfrei.
Nur der Wasserhochbehälter aus Plastik hat ein Loch, das von den Dorfbewohnern mit Plastiktüten provisorisch gestopft wurde. Wir versuchen, ihn durch einen neuen, gemauerten Wassertank mit Schwimmerschalter zu ersetzen. Dadurch soll bei vollem Tank der Motor abgeschaltet und die Pumpe geschont und länger funktionsfähig gehalten werden.
Gegen 13 Uhr erreichen wir – leider mit fast einer Stunde Verspätung- über eine ca. 10 km lange ungeteerte und teilweise holprige Piste den Teilort Shaftak,- den größten Ort der Dorfgemeinschaft Ashera.
Etwa 500 Schüler warten 45 min nach Schulschluss in ihren Klassenzimmern mehr oder weniger freiwillig auf unsere Ankunft.
Abba Uqbagaber führt uns wieder in jede Klasse, wo teilweise 70 Kinder gedrängt auf ihren Bänken zusammen sitzen.  In den höheren Klassen berichten einige Kinder von ihren Problemen, z.B. von bis zu 9 km langen Schulwegen, von der Wasserknappheit  (es hat in dieser Region seit 2 Jahren nicht mehr geregnet), vom Mangel an Nahrung und der mühseligen Arbeit des Wasserholens. Wir sind von diesen Berichten sehr ergriffen. Im anschließenden Gespräch mit den Lehrern werden Vorschläge diskutiert, wie die Situation der Schule und der Schüler verbessert werden kann. Heidi und Jürgen, die sich in ihrer Kirchengemeinde jahrelang für die Finanzierung der Lehrergehälter  an dieser Schule engagierten, wollen sich in Zukunft auch um die Belange dieser Schule kümmern.
Mit Abba Uqbagaber und Ingenieur Zerigabir fahren wir anschließend 2 km weiter zum neuen Wasserreservoir nach Saberbeju. Von hier aus wird bald das Wasser über natürliches Gefälle, in einer Freispiegelleitung, nach Shaftak fließen. Die Wasserleitung ist fertig. Nun werden noch in Shaftak vom Wasserhochbehälter zwei kleinere Verteilerleitungen zu den beiden Wasserentnahmestellen gebaut.
Für ca. 3400 Menschen bedeutet das, Wasser in unmittelbarer Umgebung mühelos holen zu können.
An diesem heißen Ort wird uns so deutlich wie nie bewusst, dass Wasser „Leben“ heißt, und wir freuen uns jetzt schon mit den Dorfbewohnern, die demnächst endlich in der Nähe ihres Hauses Trinkwasser holen können.
Nach der Besichtigung einer sehr sauberen Krankenstation, geführt von Schwestern des Ursulininnenordens, geht es am Spätnachmittag zurück nach Keren.

Freitag, 3.1.2014
Am Vormittag haben wir endlich mal Zeit, in Keren durch den wunderschönen Bazar zu schlendern, Einkäufe zu machen (bunte Tücher, Erdnüsse, getrocknete Datteln, Obst...) und den Wallfahrtsort Mariam Dhari zu besuchen. In einem 1000 Jahre alten Baum wird eine Marienstatue verehrt. Der von alten Bäumen bepflanzte Platz hat etwas Mystisches  an sich.
Nachmittags um 15 Uhr treffen wir den Ortspfarrer von Hashallah, Abba Josef, der zwei Jahre in Deutschland verbrachte und noch recht gut deutsch spricht. Wir treffen ihn im Flussbett unterhalb des Dorfes. Im Nu sind 30 männliche Dorfbewohner und etwa ebenso viele Kinder um uns versammelt.
Abba Josef erklärt uns, dass  vor zehn Jahren im höher gelegenen Nachbardorf ein Staudamm gebaut wurde. Das nun angestaute Wasser fließt als Grundwasser über salzige Gesteinsschichten. Seitdem ist der Brunnen in ihrem Dorf versalzen und für Menschen, Tiere und selbst zum Waschen nicht mehr  geeignet. Nur wer es sich leisten kann, kauft seitdem Trinkwasser aus großen Behältern, die per LKW angeliefert werden. Die meisten Familien müssen jedoch mühselig aus mehreren km entfernten Brunnen ihr Wasser holen.
Der Wunsch, den die Dorfbewohner an uns herantragen, ist, sie beim  Bau eines neuen Brunnens an einem Seitenarm Flusses zu unterstützen. Sie sind überzeugt, reines gutes Trinkwasser  dort zu erhalten. Probebohrungen hätten ergeben, dass dort salzfreies Grundwasser vorhanden ist. Zerigabir hat uns dies bestätigt
Mein Mann hat mit Zerigabir in einem kollegialen Fachgespräch festgelegt, notfalls, und um Gewissheit zu erhalten 3 Probebohrungen für einen geologischen Bodenaufschluss vorzunehmen.
Und so warten wir nach Erhalt der Bohrergebnisse auf einen Kostenvoranschlag in der Hoffnung, den Menschen in Hashallah einen Brunnen finanzieren zu können.

Freitag 4.1. und  Samstag 5. 01.2014
Die zwei  letzten Tage in Keren verbringen wir in entspannter Atmosphäre. Es gibt Besuche bei Verwandten von Ghiorghis und seiner Frau Foraweyni, eine Einladung zur Kommunionsfeier vom Großneffen von Ghiorghis (Heidi nimmt sogar morgens m 6 Uhr an der zweistündigen kirchlichen Zeremonie teil), ein erneuter Bummel durch den Bazar und zuletzt ein Abschiedstreffen mit Zerigabir bei Sonnenuntergang auf der Dachterrasse des Hotels Keren.

 

Sonntag 6.1. und Montag 7.1.2014
Unsere Koffer sind gepackt. Wir besuchen noch den traditionellen Montagsmarkt in Keren, der wie immer von buntem Treiben und schreienden Händlern dominiert wird.
Wir (Milchgesichter) werden bestaunt und belächelt von den Marktleuten, vielleicht auch wegen unserer
Einkäufe, wie geflochtenen Taschen, bunten Tüchern, Erdnüssen, getrockneten Datteln, säbelähnliche Zierhölzer, Weihrauch und viele andere Erinnerungsstücke mehr.
Nach 90 km Fahrt südwärts nach Asmara, noch ein letztes Mal köstlichen Ingwertee in der von
Dattelpalmen gesäumten Hauptstraße trinken, dann müssen wir um 18:00 am Flughafen sein und einchecken. Take off um 21.00 Uhr Richtung  Sanaa in Yemen. Weiterflug um Mitternacht mit Zwischenstopp in Rom und nach einem weiteren ruhigen Flug landen wir am Dienstagmorgen wohlbehalten in Frankfurt.

Diese Reise wird uns noch lange in unserem Gedächtnis bleiben. Wir haben erlebt und gesehen, dass unsere Hilfe ankommt, und wir wollen uns auch weiterhin, soweit es uns möglich ist, für die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen in Eritrea einsetzen.

                                                                                                                                                      Dorothea Graf