Die bunte Vielfalt, die das Faireint-Fest am Samstag zu einer runden Sache machte, begann, kam man aus der Schlossgartenstraße, mit den ausdrucksstarken Fotos von Heinz Volkmer, die Nepal vor dem Beben zeigen, und schon begegnete uns die Rikscha, die Kinder und Erwachsene auf Wunsch original asiatisch durch die Straßen transportierte.
Die Aktiven der Vereine, verstärkt durch eine nepalesische Freundin, die der Katastrophe in Kathmandu  lebend entkommen konnte, die schon beim Aufbau tüchtig mit anpackten, die Kinder, die dem prallen Sonnenschein an diesem Mittag ihre selbstgebastelten Papierhüte entgegen setzten und die Gummibären, die man beim Glückstheater gewinnen konnte, waren weitere Bausteine der Ereignisse rund ums Schloss. Informationen über Schul- und Gesundheitsprojekte, über Hilfe zur Selbsthilfe, über das Erdbeben und seine Auswirkungen auf unsere Schule in Nepal, über die Lebenssituation in den Trockengebieten von Burkina Faso und Eritrea, aber auch in dem wasserreichen Uganda, die Trommelrhythmen, die Francis Ssentumwe mühelos seinen großen und kleinen Schülern beibrachte, die Gerüche frittierter Bananen und an Ort und Stelle gerösteten Kaffees, der mit exotischen Gewürzen zu einer Köstlichkeit ganz spezieller Art wird, versetzten uns, so wir uns darauf einlassen konnten, nach weit, weit weg von hier.

Ja, diese Vielfalt hatte ebenso viele Bausteine wie das überdimensionale Memory, das vor dem Eingang zum methodistischen Gemeindezentrum am Boden gespielt werden konnte. Der Tanz der Weather-Girls, deren Regenschirme symbolisch den befürchteten Regen für die ganze Länge des schönen Nachmittags vertreiben sollte, die Tricks, mit denen Johann der Zauberkünstler einzelne Menschen in der Menge verblüffte, die von Kindern bunt bemalten Schneckenhäuser oder selbstgenähten südländisch duftenden Lavendelsäckchen, die gemütlichen Restauranttischchen im Schatten der Schlosshofhecken, die leckeren, von freundlichen Küchenhelfern kreierten Kuchen und Getränke, die Begeisterung, die das Publikum für die eigengemachte Musik von Hanna und ihrer herrlichen Band zeigte, die von Miriam vorgetragenen Querflötenstücke von Bach und die Lieder von Choropax, all dies trug zusammen mit einem leckeren Abendbuffet, das von eritreischen Injeras über syrisches Fuul und nepalischem Dhal Bath zu leckeren Salaten und Fingerfood für jeden Geschmack etwas bot, zur guten Stimmung bei.

Den Schlussstein auf das bunte Faireint-Fest setzte der abendliche Film, der zeigt,  welche Mühen Kinder in verschiedenen Erdteilen auf sich nehmen, um zur Schule gehen zu können. Die Zuschauer waren von dem Film tief beeindruckt.
Aber was wäre ein solcher Tag ohne seine Gäste und wunderbaren Begegnungen? Die fünf veranstaltenden Gruppierungen danken ihren zahlreichen sommerlich gutgelaunten Gästen, den (übrigens ohne Gage) mitwirkenden Künstlern, der Gemeindeverwaltung und der methodistischen Kirchengemeinde für ihren jeweiligen Beitrag zu dieser runden Sache von Herzen. Mit ihrer Hilfe wurde das Ganze, so unser Fazit, ein rundum gelungenes Fest.

Barbara Krahl