Kailah Bodhi School Kathmandu              


Bau der neuen Schule in Kathmandu
 

11. Juli 2017 - Das Fundament wird gefertigt


17. Juni 2017 - Grundsteinlegung




 

1. Mai 2017  Der Abriss der Assembly-hall und des Administrations-bloc hat begonnen. das kleine Gebäude für die Vorschule mit 8 Zimmern wird jetzt im Mai fertigwerden und für die Überbrückung als Rektorat und Klassenzimmer mit dienen. Der Computer Raum wir für die Bauzeit seinen Platz im Hostel finden.                                                     




 

- Link Reutlinger General Anzeiger vom 1. März 2017

Fortbestand unserer Patenschule in Nepal akut gefährdet
eine Schule, in der bis zu 950 Mädchen und Jungen verschiedener Ethnien, Religionen und Kasten, aus reichen, aber vor allem auch aus ärmsten Verhältnissen kommend, gemeinsam zuverlässige, fundierte Schulbildung erfahren, ist in Nepal nicht selbstverständlich, aber für die gesellschaftliche Weiterentwicklung und die Demokratie des Landes außerordentlich wichtig. Wenn sie zudem für die Janajati-Bevölkerungsgruppe Tibetisch in Wort und Schrift lehrt und somit zur Erhaltung der tibetischen Kultur außerhalb des eigentlichen Tibets beiträgt, erfüllt sie eine weitere wichtige Aufgabe. Eine solche besondere Schule gibt es in Boudha bei Kathmandu seit 23 Jahren. Und ihre SchülerInnen beweisen seit Jahren durch die Resultate ihrer Abschlussprüfungen, dass sie zu den Besten des Landes gehören. Sie lernen durch das Zusammenleben auch im Internat der Schule Verantwortung füreinander und folgerichtig auch später für ihr Gemeinwesen zu übernehmen. Dafür engagieren sich gut ausgebildete Lehrer, Lehrerinnen und Betreuerinnen mit viel Idealismus. Ihr Fortbestand ist nach den Erdbeben im Jahr 2015 gefährdet, weil die Statik ihres Unterrichtsgebäudes stark geschädigt ist und es auf Dauer nicht mehr genutzt werden kann.

Deswegen wird der Förderkreis Patenschulen e.V.  das Fundament und das Erdgeschoss mit 8 Klassenzimmern einer dreigeschossigen Schule mit 2 Treppenhäusern erdbebensicher im Jahr 2017 erstellen. Als sicher gelten die Beteiligung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit 100.000 €,  und unser Eigenanteil von 85.000 €, zu welchem viele Schulen, Einzelpersonen, Stiftungen und Organisationen beigetragen haben.
Die 2. Etage soll von der norwegischen Gruppe Tso Pema weitgehend eigenständig finanziert (125.000 €) und im Jahr 2018 gebaut werden.
Die Fertigstellung der 3. Etage und des Daches mit Solaranlage will wieder der Förderkreis Patenschulen organisieren (210.000 €). Dabei hoffen wir nochmals auf Hilfe weiterer Sponsoren. Wir danken allen, die uns helfen wollen. Spenden Sie unter dem StichwortBaustein für die KBS an den Förderkreis Patenschulen e.V.
Barbara Krahl, 1.Vorsitzende                                       Martina Roßi, 2. Vorsitzende


Projektreise zur Kailash-Bodhi-School in Kathmandu
Vom 27. Oktober bis zum 5. November 2016 war der Vorstand des Vereins erneut in Nepal, um mit Schulleiterin Karma Choezom Lama über die Probleme zu sprechen, die mit dem Neubau der Schule aufgetaucht waren. (Auch weil Paten und Mitglieder uns danach fragen, betonen wir noch einmal, dass wir immer auf eigene Kosten reisen.) Es ging auch darum, in der deutschen Botschaft mit dem Projekt vorstellig zu werden und die Einschätzung zu den vom BMZ vorgetragenen Bedenken und Vorschläge zu unserem großen Projekt einzuholen.
Die Notwendigkeiten von guten Privatschulen wird nach Einschätzung von Herrn Steffes-enn in der Botschaft noch über viele Jahre bestehen, da er den Staat derzeit noch nicht in der Lage sieht, verlässliche Schulbildung anzubieten. Ansonsten müsse mindestens eine Generation von Kindern auf ordentliche Schulbildung verzichten. Die Preise für das geplante Schulgebäude sieht er nicht als zu hoch an. Wichtig sei in der Tat eine gute Überwachung der Bautätigkeit, dass keine Materialien gestohlen oder gar nicht erst eingebaut würden. Insgesamt befürwortet die deutsche Botschaft die Unterstützung  des Projekts durch das BMZ.
Von dort sind derzeit nur 100.000,00 € (weil  es erst unser zweiter Antrag ist) Zuschuss zu bekommen. Auch um unseren Verein nicht zu sehr zu überfordern (auch eine Sorge des BMZ) kamen wir nun mit Karma Choezom überein, in 2017 das Fundament und das erste Stockwerk zu errichten.
Unsere Vorstellung ist, zeitnah auch das 2. und 3. Stockwerk zu bauen um dann das Dach mit Solaranlage zur unabhängigen Stromversorgung zu errichten. Dazu brauchen wir in den Folgejahren pro Stockwerk ca. 130.000,00 €.  Dabei rechnen wir auch mit der Unterstützung durch die norwegische Gruppe Tso Pema- Mit ihr hat Karma Choezom bereits Kontakt aufgenommen.  Aber letztendlich brauchen wir noch viele Spenden, um den Neubau abschließen zu können und zumindest unseren Eigenanteil auf zu bringen. Denn selbstverständlich denken wir  dabei auch an einen Folgeantrag beim BMZ, der aber kaum vor 2019 entschieden wird.
Wir danken allen Mitgliedern, die schon bisher Ideen entwickelt haben, zu Geld zu kommen und bitten alle, in diesen Bemühungen nicht nachzulassen, damit wir die immense Aufgabe schaffen können.
Barbara Krahl, 1.Vorsitzende                                       Martina Roßi, 2. Vorsitzende

Erdbeben in Nepal

19.11.2015: Patenschule nach Erdbeben unbenutzbar
Die private Kailash-Bodhi-Schule in Kathmandu wird durch den Förderkreis Patenschulen e.V. seit 16 Jahren unterstützt. Sie ist nach dem Erdbeben im April 2015 nur noch in wenigen Räumen nutzbar. Derzeit wird in Notklassenzimmern unterrichtet. Ohne eine Kernsanierung muss sie geschlossen werden. Mehr als 900 Schülerinnen und Schüler, viele davon aus ärmsten Familien, stehen dann ohne Chance auf die nur dort angebotene Bildung auf der Straße. 23 Jahre Aufbauarbeit unserer Partner in Nepal wären zerstört oder umsonst.
Betteln ist überhaupt nicht unser Ding. Aber jetzt brauchen wir dringend Ihre Hilfe!

Barbara Krahl, 1.Vorsitzende                                       Martina Roßi, 2. Vorsitzende

Spendenkonto: IBAN: DE 13 641 901 10 0067481000; Stichwort: „Baustein für KBS“.

Reutlinger General Anzeiger vom 19.11.2015 hier!


10.11.2015: Seit gestern sind wir, der Vorstand des Förderkreises Patenschulen e.V., zurück von einer einwöchigen, eindrucksvollen Arbeitsreise nach Kathmandu. Mit diesem ersten Bericht möchten wir Sie über die Lage der Kailash-Bodhi-School in Kathmandu informieren.
Die Gespräche mit Karma Chozom Lama, der Schulleiterin der Kailash-Bodhi-School, haben gezeigt, wie dankbar sie für die derzeit 65 Patenschaften ist, die wir von Kirchentellinsfurt aus betreuen und wie notwendig diese Hilfe ist.
Der Besuch zeigt darüber hinaus, dass gerade nach den Erdbeben unsere Solidarität und Anteilnahme Mut machen und Kraft geben zum Weitermachen. Denn der Einsatz der Lehrer und Lehrerinnen, die den Kindern in jeder Beziehung unterstützend zur Seite stehen, ist bewundernswert und das, obwohl 14 von ihnen durch den Verlust ihrer Häuser ebenfalls geschädigt sind, So war es richtig gerade jetzt dorthin zu reisen.
Keiner der über 900 Schüler, die die Schule zur Zeit der großen Beben besuchten und auch keine der Familienmitglieder haben körperlichen Schaden genommen. Dasselbe gilt für die Lehrer und ihre Familien. Das grenzt an ein Wunder. Karma Chozom spricht immer wieder von „unserem neuen Leben“. Es gibt aber zahlreiche Schüler- und Lehrerfamilien deren Behausungen zerstört worden sind. Solche Familien leben derzeit in Notunterkünften. Das Trauma und der Verlust, den die Familien durch die Beben erlitten haben, haben dazu geführt, dass einige Kinder nun wieder im Gebirge leben, weil ihre Eltern sie in ihrer Nähe haben wollen. Einige von ihnen können dort bis zur 5.Klasse die Zweigschulen in Simikot und Jumla besuchen und planen, später nach Kathmandu zurückzukehren. Von anderen hört man nichts mehr. Deshalb ist die Zahl der Schüler in der KBS auf unter 900 zurückgegangen.
Viele Familien in den betroffenen Gebirgsregionen wie z.B. im Langtang leben noch in völlig unzureichenden Provisorien und warten auf dringend benötigte Hilfe.
Die Patenkinder wohnen weiterhin im Hostel, das kaum Schaden genommen hat, und besuchen die Schule. Diese hat allerdings wesentliche Schäden genommen. Gespräche mit Statikern und Ingenieuren ergaben, dass nach einer für alle Schulen verpflichtenden Untersuchung, das Schulgebäude ein „Retrofitting“ benötigt, um mit all seinen Räumen wieder benutzbar zu werden. Ohne diese Sanierung würde die Schule über kurz oder lang geschlossen werden. Das müssen wir verhindern. Deshalb bitten wir nochmals dringend um Spenden, damit die derzeit geschätzten Kosten von 150.000 bis 250.000 € zusammen kommen. Ein Gutachten, das die Schäden genau erfasst und den Kostenumfang für die Generalsanierung feststellen soll, haben wir in Auftrag gegeben und bezahlt. Es soll uns bis Mitte Dezember vorliegen.
Die Gelder, die unmittelbar nach dem Erdbeben bei uns eingegangen sind, wurden eingesetzt für die Errichtung von Behelfsklassenzimmern und Nottoiletten im Schulhof, für die Wiederherstellung der Schulhofsmauer, für einen Außentreppenaufgang, damit zumindest die unteren Klassenzimmer des geschädigten Gebäudes wieder benutzt werden können, für eine neue Wasserversorgung, da die alte beim Beben abgestürzt ist und das Schuldach zerstört hat und dies somit auch erneuert werden mußte.
Wir werden versuchen mit den wenigen anderen Gruppierungen, die die KBS unterstützen, Kontakt aufnehmen und hoffentlich dort auch die Bereitschaft zu einer konzertierten Aktion vorfinden. Wir freuen uns auch, wenn Sie von der Situation unserer Schule in Nepal erzählen oder gute Ideen haben, woher unsere Gelder kommen könnten. Unter dem Stichwort „Baustein für die KBS“ sammelt der Verein ab sofort Spenden für dieses „Retrofitting“. Es ist zunächst eine riesige Summe, die wir brauchen, aber wenn 4.000 Personen 50,00 € spenden oder 2.000 Personen 100,00 € oder 1.000 Personen 200,00 € spenden, müsste es reichen. Und das müsste doch machbar sein. Es muss einfach klappen!


Wir danken allen, die uns helfen wollen. Spenden Sie unter dem Stichwort
Baustein für die KBS an den Förderkreis Patenschulen e.V.


 

Samstag, 18.Juli 2015
Die zwölfte Woche nach dem großen Erdbeben in Nepal
Die Kailasch-Bodhi-School in Kathmandu ist nun seit etwas mehr als 1 Monat wieder geöffnet. Die meisten Kinder sind zurückgekommen und nur einige sind in ihre Dörfer zu ihren Familien zurückgegangen und einige wenige werden nicht mehr kommen. Karma Chozom und ihre LehrerInnen-Kollegen managen den Schulbetrieb so gut sie können. Der Besuch eines von japanischen Psychologen angebotenen Seminars hat Karma Chozom sehr geholfen in der Arbeit und der Gestaltung des Unterrichts nach dem Beben.
Als Klassenzimmer dienen derzeit alle Räume, die im Erdgeschoss liegen -auch das Erdgeschoss im Hostel dient nun als Schule. Hinzu kommen die provisorischen Klassenräume, die im Schulhof eingerichtet wurden und die auf dem Foto vom 22. Juni zu sehen sind. Sie wurden mit Hilfe unserer Spendengelder errichtet.
Die Schule selbst wurde mittlerweile durch Fachleute auf Schäden untersucht. Es scheint sicher zu sein, dass sie zumindest teilweise saniert werden muß. Das Treppenhaus und die Toilettenanlagen sind nicht mehr benutzbar und sollten bald erneuert werden. Erst danach können die Klassenzimmer in den oberen Stockwerken auch wieder benutzt werden. Hierzu muß eine Behelfstreppe angebaut  werden, die wir ebenfalls finanzieren, denn auch hierfür werden unsere Spendengelder eingesetzt.
Anfang November werden Mitglieder unseres Vereins nach Kathmandu fliegen um sich ein Bild über die notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu machen und um  die weiteren Hilfen mit Karma Chozom abzusprechen.
Es ist schön, dass immer noch Spenden bei uns eingehen, Geld, das in der KBS dringend benötigt wird.  Wir vom Förderkreis Patenschulen möchten uns bei allen Spendern ganz herzlich auch im Namen der Schulleiterin bedanken. Wir werden weitersammeln, denn das Ende der Not ist nicht absehbar und wir werden auch viel Geld für für die “Sanierung” der Schule benötigen. Nochmals herzlichen Dank allen, die bisher schon gespendet haben.
Barbara Krahl, 1. Vorsitzende
22.Juni 2015
Die ersten provisorischen Klasenzimmer auf dem Schulhof der Kailash-Bodhi School
20.Juni 2015
Die achte Woche nach dem Erdbeben
Genau vor 8 Wochen bebte die Erde zum ersten Mal in Nepal. In allen Medien kamen die Bilder der Verwüstung und des menschlichen Leids. Heute  berichtet niemand mehr über die Katastrophe  in Nepal obwohl auch heute noch 4 bis 5 mal täglich die Erde in Kathmandu bebt, was für die Menschen Dauerstress bedeutet. Deshalb schlafen die meisten Bewohner immer noch nicht in ihren Häusern, auch wenn diese nicht zerstört sind. Oder sie bewohnen nur das Erdgeschoss (alle darüberliegenden Geschosse sind leer) und sind dauernd bereit auf die Straße zu rennen. Da der  Monsun nun immer näher rückt, ist jeder damit beschäftigt sich einen vorübergehenden Schutz zu errichten.  Architekturstudenten einer Hochschule in Kathmandu haben ein einfaches, aber stabiles Rundhaus entwickelt, das in wenigen Tagen aufgebaut werden kann und sich der Materialien bedient, die es eben gerade vor Ort gibt . Die günstigen Kosten der Häuser werden von Sponsoren abgedeckt und so konnten bisher schon über 800 solcher Unterkünfte errichtet werden.
Obwohl beim 2. starken Beben die Kailash-Bodhi-Schule nun doch beschädigt wurde konnte die Schule Anfang Juni wieder eröffnet werden. Welche Schäden das sind, das müssen wieder Experten überprüfen, sie werden eine detaillierte  Diagnose erstellen, ob nur kleinere Reperaturen nötig sind oder gar eine Sanierung des Gebäudes ansteht. Anfangs kamen nur 40% der Schüler zurück, zu Beginn der zweiten Schulwoche waren es schon 80%. Der Untericht wurde zuerst  ganz ins Freie verlegt und die Lehrer wurden sehr sorgfältig auf die Zusammenarbeit mit den Kindern vorbereitet, denn sie brauchen im Moment anderes als nur Unterricht.
Karma Chozom konnte eine ganze Reihe von jüngeren Kindern nach Hause schicken, damit sie bei ihren Eltern Geborgenheit und Betreuung finden. Trotzdem braucht es immense Kraft, für all ihre Schüler, Lehrer und Mitarbeiter  Verantwortung zu übernehmen. Wir bewundern sie dafür, dass sie unter all den schwierigen Bedingungen auch am Schicksal von Nachbarn und Freunden teilnimmt und hilft wo sie kann.
Wir vom Förderkreis Patenschulen möchten uns bei allen Spendern ganz herzlich auch im Namen der Schulleiterin bedanken. Wir sind überwältigt, bisher über 30.000 € an Spendengeldern erhalten zu haben. 26.000 €  konnten wir schon in Kathmandu übergeben, so dass zeitnah erste Hilfen anlaufen konnten. Wir werden weitersammeln, denn das Ende der Not ist nicht absehbar und wir werden auch viel Geld für die “Sanierung” der Schule benötigen. Nochmals herzlichen Dank allen, die bisher schon gespendet haben.
Barbara Krahl, 1. Vorsitzende
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16.Mai 2015

Die dritte Woche mit Erdbeben in Nepal
Genau vor 3 Wochen bebte die Erde zum ersten Mal in Nepal. Und wir alle haben noch die Bilder der Verwüstung und des menschlichen Leids vor Augen, die durch alle Medien gingen. Die meisten Bewohner verbrachten die folgenden Tage und Nächte unter Zeltplanen im Freien, da viele Häuser so geschädigt waren, dass ein Betreten unmöglich war. Von endlos vielen Dörfern, die schwer zugänglich sind, wissen wir bis heute nur wenig, von anderen wissen wir, dass sie zerstört wurden und viele Tote zu beklagen sind. Oft mangelt es den Überlebenden an trinkbarem Wasser, Lebensmitteln und ärztlicher Versorgung. Und da es auch viel regnete waren Zeltplanen  dringend nötig.
Für uns ist es bewundernswert, dass die Mitbürger Nepals, welche mit einem „blauen Auge“ davongekommen sind, sich nun für andere, denen es viel schlechter geht, einsetzen und helfen. Wir hörten von Surajan, der Zelte und Decken besorgte und diese mit einem Lastwagen in eines dieser Dörfer brachte. Oder wir wissen von Tinley und seiner Freundin Katrin, dass sie eine großé LKW-Ladung an Hilfsgütern (Reis, Linsen, Baumaterial usw.)  in ein Dorf südlich von Kathmandu gebracht und an die Überlebenden dort verteilt haben. In dem Dorf Nuwarkot waren sie der erste Hilfstrupp, der dorthin gekommen ist. Ein Großteil der Häuser war zerstört und nicht mehr bewohnbar. Pema ist mit einer Gruppe Ärzte in der Gebirgsregion unterwegs um dort Verletzte zu behandeln und an Bedürftige Schuhe zu verteilen, da viele Verletzungen jetzt durch Nägel, Blech und Holzreste und sonstigen Unrat entstehen. Nabin aus Dunche  hat uns erste Bilder von seiner zerstörten Schule und dem zerstörten Dorf geschickt in dem 400 Verletzte und 8 Tote zu beklagen sind. Zu Fuß ist er dann nach Kathmandu aufgebrochen, um sich mit Karma Chozom über mögliche Hilfe auszutauschen und mit unserer finanziellen Unterstützung Hilfsgüter für sein Dorf einzukaufen. Auch Wolfgang Henzler ist in der Bergregion unterwegs und versucht möglichst vielen zu helfen. Und so hilft jeder, wie er gerade kann.
Und trotz der vielen kleineren Nachbeben -in den ersten 7 Tagen waren es alleine über 120- schien sich das Leben in Kathmandu wieder etwas zu normalisieren.  Und dann kam am 12. Mai das zweite schwere Beben: Und wieder gab es einstürzende Häuser und Tote. Karma Chozom berichtet, dass sie wieder in Zelten unter freiem Himmel leben. Sie sind sprachlos und werden von mal zu mal immer nervöser, da sie nicht mehr wissen, was sie tun sollen. Und sie ist dankbar, dass alle Kinder des Hostels wieder gesund geblieben sind. Sie danken Gott, dass sie überlebt haben, aber es ist auch ein Leben in Furcht und in Schock. Sie können nicht in Ihre Häuser zurück, da noch immer die Erde mit Stärken über 5 bebt. Spezialisten warnen vor weiteren größeren Beben und sie sprechen ja auch bereits von einer Erdbebenflut.
Wir vom Förderkreis Patenschulen möchten uns bei allen Spendern ganz herzlich bedanken. Bis heute sind 18.000 € bei uns eingegangen und 5.000 € davon konnten wir bereits Karma Chozom überbringen. Schon freuten wir uns, dass die Schule bis auf wenige kleinere Schäden im Fundament unversehrt geblieben ist und eigentlich am 17. Mai wieder eröffnet werden sollte. Seit gestern wissen wir, dass ein Riß im Toilettenbereich des Gebäudes entstanden ist.
Neben all den „frohen“ Nachrichten kommen auch immer häufiger erschütternde Berichte an. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an den Großvater mit seinem Kind im Langtang, der uns bat, es zu unterstützen, dass es zur Schule gehen kann. Dieses Patenkind war beim großen Beben im Langtang zu hause und starb mit seinen Eltern und Geschwistern, nur die Großeltern überlebten.
Von unseren Kindern im Hostel kommen mindestens 20 aus der engeren Erdbebenregion. Wie es ihren Familien ergangen ist, wissen wir noch nicht. Aber es wird viel Zeit brauchen das Gesehene und Geschehene zu verarbeiten und Karma schreibt: „ Möge Gott uns Kraft geben, dass wir uns bald vom Schock erholen und ins normale Leben zurückfinden. Bitte betet für Nepal.“
In unseren Gedanken begleiten wir auch Doma Lama  vom Haus Namaste, deren neueste Zeilen an uns nur noch Verzweiflung ausdrücken.Wir werden weitersammeln, das Ende der Not und der Notwendigkeit von Hilfe ist nicht abzusehen. Nochmals ganz herzlichen Dank allen, die bisher schon gespendet haben.
Barbara Krahl
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11.Mai 2015

Neueste  Nachricht  von der Schulleiterin der Kailash-Bodhi-School
Thank you very much for the help.  It is very hard to track each child at this moment. We will know about the condition of every child in detail when the school resumes. We need to help those children if they had suffered unbearable loss like losing both parent and home. We will know this only after the school opens. The school is supposed to be open on 17th May if everything is fine. At the moment we are doing the repair work and building the compound walls at school and hostel which were collapsed by the earthquake.
Groups of engineers and geographical experts examined the buildings and confirmed that it is safe to live in after some minor repair.
Nabin called me again yesterday and he is waiting for an airlift to Kathmandu. So I asked him to see me as soon as he is here. He said that he lost one of his kin otherwise his family is safe except the house collapsed.
We are all fine and safe by the grace of god from such a devastating calamity. Most of the houses in Kathmandu are damaged either minor or major. It is such a pathetic hour to see collapsed or broken houses, human bodies, injured and homeless people, crying everyday. A 5 storey house collapsed completely in our neighbourhood killing 16 people.
At a little distance from it, another 5 storey and 7 storey house collapsed killing 50/60 people which is not far from our locality. It is so dreadful. And still aftershocks are going on every day.
It will take time to be back to normal. May god give us power to recover soon from the shock. Please pray for Nepal.
Karma Chozom"
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02.05.2015

Bericht: Eine Woche nach dem Erdbeben in Nepal
Noch immer wackelt in Nepal die Erde. Unsere Freunde aus der Kailash-Bodhi-School, aus unseren Unterkünften und aus unseren Sherpa-Betreuerkreisen in Kathmandu verbringen die Tage und Nächte aus Angst vor neuen stärkeren Nachbeben noch immer unter Zeltplanen oder auch ohne „im Freien, im Dunklen, neuerdings im strömenden Regen und in Angst vor der Zukunft“, so beschreibt es unsere langjährige, liebe Pensionswirtin Doma Lama in ihrer Nachricht. Auch unseren Freunden in Pokara geht es so. Aber sie leben.
Nun zu den Schulen, liebe Freunde. Zunächst im Gebirge: Auch in Simikot und Jumla hat man das Beben gespürt. Aber, Gott sei Dank, nur schwächer, so dass dort keine Schäden und in den Regionen Humla und Jumla keine verschwundenen Dörfer und Menschen zu beklagen sind. Schulleiter Chhawang Lama, seine Schulkinder und Lehrer sind wohlauf. Die Schule steht unbeschadet. So unser Infostand.
In Bodtnath/Kathmandu stehen Schule und Internat auch. Aber die Angst vor Nachbeben verbietet es, sie zu benutzen (s.o.). Wir hoffen, dass beide Gebäude, wenn sie genauer untersucht werden konnten, als unbeschädigt und sicher eingestuft und wieder bewohnbar bzw. benutzbar sein werden. Alle Kinder des Hostel sind „safe and sound“ wie die  Schulleiterin mailt. Uns liegen Fotos vor, welche die provisorischen Unter-Planen-Lager im Hof des Hostels und die Kinder Reis essend an provisorisch im Freien eingerichteten „Tafeln“ zeigen. Da der Schulbetrieb so noch nicht wieder aufgenommen wurde, ist wahrscheinlich auch noch nicht bekannt, was mit den SchülerInnen, die nicht im Internat leben sondern aus Kathmandu und Bodtnath die Schule besuchen, und ihren Familien passiert ist. Leben sie und ihre Angehörigen, stehen ihre Häuser noch, sind ihre Arbeitsstätten verwüstet oder können sie weiterbetrieben werden? Die Kinder im Internat, die aus besonders betroffenen Regionen wie z.B. Gorka, Lamjung, Langtang usw. kommen, haben in vielen Fällen noch keine Nachricht über den Zustand zu Hause. Sollten da alle ohne Verluste davongekommen sein, stünde die Kailash-Bodhi-School-Family ja schon unter besonderem Schutz aller Schutzgeister. Wir können es wünschen, dafür beten; wir wissen da noch beinahe nichts.
Deshalb danken wir allen, die jetzt Geld überweisen, damit dort geholfen werden kann, wo es ganz besonders nötig werden wird: bei der Ernährung, bei der Trinkwasserversorgung, bei den betroffenen Familien. Die Schulleiterin Karma Chozom wird diesen Einsatz koordinieren und uns berichten. Wir wollen, dass mit unserer Unterstützung alle Kinder ihre Schulbildung fortsetzen können, auch wenn jetzt noch mehr Familien in Not leben müssen, so dass irgendwann „die Angst vor der Zukunft“ wieder in Zuversicht und Hoffnung gewandelt werden kann.
„Gebt der Hoffnung ein Gesicht, bloße Worte reichen nicht“.
Barbara Krahl
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30.04.2015

Erste Bilder aus Kathmandu von der KBS

29.04.2015
Weitere Informationen über die Situation in Nepal nach dem Erdbeben:
In den Pressemedien wird meist spektakulär über die Situation am Mount Everest berichtet, aber die eigentliche Katastrophe spielt sich in Kathmandu und in den Seitentälern ab. Da viele von Euch schon die Gegend besucht haben, hier erste Berichte von Augenzeugen, die uns erreicht haben:

Wie es in Kathmandu aussieht zeigen viele Fotos in den Zeitungen. Viele historischen Gebäude sind zusammengestürzt, die Infrastruktur ist nahezu zerstört (Elektrizität, Wasser, Straßen), Lebensmittel werden knapp und die meisten Bewohner leben im Freien und haben Angst vor den nächsten Erdstößen. Viele haben auch ihre Wohnungen verloren und trauern um ihre toten Freunde und Angehörige. So auch Surajan, der am Freitag aus Simikot nach Kathmandu kam und dort dann das Erdbeben „erlebte“ und nun unter freiem Himmel haust. Von unserem Haus Namaste haben wir noch keinerlei Antwort bekommen und wir wissen nicht was dort passiert ist.

Die Straße zwischen Kathmandu und Mugling (also Richtung Pokhara) ist zerstört. Das wird kurzfristig zu sehr großen Versorgungsproblemen für die über 2 Millionen Bewohner des Kathmandutales führen.

Bhaktapur und Patan sind schwer zerstört. Viele der Tempel sind zusammengestürzt.

Im Langtang gibt es große Zerstörungen. Über Satellitentelefon haben wir erfahren, dass der Weg durch Erdrutsche zerstört und blockiert ist. Nahe des Dorfes Langtang ist eine Lawine abgegangen. Das Dorf soll komplett zerstört sein. Auch Thulo Syphra und Syabrubesi gibt es nicht mehr. Die Stromversorgung im Langtanggebiet ist komplett eingestellt. Am Trishuli sind durch Erdrutsche Flutwellen ausgelöst worden und diese haben weitere Dörfer zerstört. Dhunche wurde komplett weggerissen, das sind 70 Haushalte mit ihren Bewohnern. Nur 4 Leute haben überlebt.

Im Gebiet Gorkha Manaslu und Lamjung ist davon auszugehen, dass die meisten Dörfer schwer beschädigt sind. Hier lag das Epizentrum des Bebens. Von dort gibt es noch keinerlei Nachrichten.

Die Stadt Pokhara hatte Glück und es scheint keine großen Schäden gegeben zu haben. Thinley und seiner Familie geht es den Umständen entsprechend gut, aber sie leben ebenfalls im Freien. Auch Pema und ihrer Familie geht es in Kathmandu gut.

Nun muss sich Nepal auch darauf vorbereiten, wie es den verblieben Dorfbewohnern in den Tälern und in Kathmandu helfen kann wenn der Monsun einsetzt. Viele Erdrutsche blockieren die Flüsse  und dadurch sind große Überschwemmungen zu befürchten. Eine weitere Katastrophe bahnt sich an.

Die Schulen in Simikot und Jumla scheinen nur wenig betroffen zu sein.

Winfried Krahl
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28.04.2015

Liebe Freunde und Mitglieder des Förderkreises Patenschulen e.V.,
wir haben Heute einen Spendenaufruf für unser Schul-Projekt in Kathmandu geschaltet:
Stichwort: "Einzelspende Nepal"
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27.04.2015

Liebe Freunde,
soeben erreichte uns eine Mail von Karma Chozom, in der sie schreibt, dass sie sicher und gesund sind.
Es sei schwierig Freunde außerhalb zu erreichen, da die "Ausgänge" begrenzt sind. Sie bedankt sich aber für die Anteilnahme.
Grüße
Barbra Krahl
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26.04.2015
Liebe Freunde und Mitglieder des Förderkreises Patenschulen e.V.,
soeben hat uns eine Nachricht unserer Norwegischen Partenerorganisation erreicht.
Sie hatten Kontakt mit der Schule in Kathmandu. Sie steht, sie hat Strom und Telefonverbindung.
Mehr wissen sie noch nicht auf Grund von Sprachproblemen.Sie hatten auch Kontakt mit Lama Göndup:
Das Nonnenkloster steht auch. Ob es Schaden genommen  hat wissen sie auf Grund sprachlicher Probleme ebenfalls nicht.
AnnemArie, Seklretärin der Organisation Tso Pema lässt grüßen.
Barbara Krahl
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26.04.2015
Liebe Freunde und Mitglieder des Förderkreises Patenschulen e.V.,
vielen Dank für Euer zahlreiches Interesse und Euer Mitfühlen und Eure Hilfsangebote in Zusammenhang mit dem Erdbeben in Nepal. Über unsere Patentochter Dolma, die in Nordindien studiert haben wir folgende Auskünfte bekommen: Karma und ihre Familie sind o.K. und die Schulleitung und die Schüler scheinen wohlauf zu sein und haben sich in der Schule getroffen. Wir hoffen, dass sich diese erste Aussage für alle Schüler, Lehrer und ihre Familien bestätigt. Ob das Gebäude Schaden genommen hat ist uns noch nicht bekannt, wir hoffen es aber auch in Kürze zu erfahren. Verena Bär bestätigt, dass Sie  mit Tinley Kontakt hatte und es ihm und seiner Familie gut geht. Wolfgang Henzler sitzt in Namche Basar mit einer Trekking-Truppe fest, hat dort eine hoffentlich sichere Unterkunft, bis er wieder nach Kathmandu zurückreisen kann.
Das sind unsere letzten Informationen aus Kathmandu. Wir werden Euch wieder informieren, wenn wir wichtige Neuigkeiten erfahren.
Viele Grüße
Barbara Krahl
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