Projektreise vom 27.12.2016 bis 12.01.2017 nach Keren in Eritrea

Mit großer Freundlichkeit wurden wir von den Lehrern und Schülern der Schule in Ashera begrüßt. Wir besuchten jede Klasse von 1-8. Dicht gedrängt und meist zu dritt saßen die Kinder auf ihren Schulbänken und hatten kaum Platz für ihre Aufschriebe. Wie dringend hier ein Schulhausneubau ist erlebten wir hier hautnah.
Doch leider gibt es immer noch keinen Zement für dieses Bauvorhaben. Abba Uqbagaber, unser Projektpartner und Verantwortlicher für die Projekte der Kath. Diözese Keren, fuhr mit uns ins 2 km entfernte Dorf Saberbejo und zeigte uns das Baugelände für die neue Schule. Lediglich behauene Steine waren darauf zu sehen.
Doch die zwei Lehrerwohnhäuser, gebaut im traditionellen Rundhausstil, waren fertig. In jedem Rundhaus, genannt Tukul, können zwei Lehrer wohnen. Durch eine Trennwand im Inneren wird jeder Bewohner einen abgeschlossenen Bereich mit einem Arbeitsplatz am Fenster haben und genügend Platz für ein Bett und einen kleinen Schrank. Obwohl es draußen ca. 35 °C hatte und Ashera zu den heißesten Regionen mit  bis zu 45°C in den Monaten Mai bis September hat, war es in den Tukuls angenehm kühl. Wieder einmal zeigte sich, dass die einheimische Bauweise mit dem Strohdach und einer Lüftungsspalte zwischen der  Hausmauer und dem Dach weitaus besser ist für dieses Klima als Häuser mit Wellblechdächern. Das dichte Strohdach hält die Hitze ab und sorgt für ein angenehmes Raumklima. Der Raum zwischen den zwei Rundhäusern soll als Küche und Aufenthaltsraum genutzt werden. Nun können wir nur hoffen, dass in diesem Jahr endlich mit dem Schulhausbau begonnen werden kann.   (Dorothea Graf)