"Faireint" 5 Initiativen stellen sich vor
Rittersaal Kirchentellinsfurt
am 28. Oktober 2012

 

“Faireint” im Engagement für Entwicklungsländer
Ca. 60 Besucher fanden am Sonntag, den 28.10. den Weg in den Rittersaal des Kirchentellinsfurter Schlosses, Dort stellten sich fünf Initiativen unter dem Motto “Faireint” vor, die sich für Hilfsprojekte in Entwicklungsländern engagieren. Darunter  waren auch solche, die bis dahin in Kirchentellinsfurt nicht allzu bekannt waren. Ein Ziel der Veranstaltung, zu der Barbara Krahl vom Förderkreis Patenschulen e.V. angeregt hatte, war es, auch diese Gruppierungen bekannt zu machen und mit ihren Anliegen vorzustellen. Der Tag wurde aber auch dazu genutzt, dass sich die “Macher” der einzelnen Gruppen näher kennenlernten und Erfahrungen austauschen konnten und diskutierten, wie eine sinnvolle und notwendige Vernetzung aussehen könnte. Herr Knauss, der zusammen mit Frau Krahl die “Faireint”-Veranstaltung eröffnete, beglückwünschte die Aktiven zu ihrem Engagement. Er betonte, dass es auch bei uns Menschen in Not und Armut gebe, aber die Armut in Entwicklungsländern doch noch unvergleichlich größer sei. Daher sei es wichtig, dass man sich engagiere. Frau Krahl erinnerte gerade im Interesse unserer einen Welt daran, dass es sinnvoll sei, Menschen in ihren Ländern und Kulturräumen zu helfen, damit sie nicht gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Sie erinnerte daran, dass Bildung die einzig wirksame Waffe gegen Armut sei. Nur Bildung mache Menschen zu vollwertigen Mitgliedern der Gesellschaft und befähige sie dazu, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Nur wer Bildung hat, kann aktiv an der Zukunft und ökonomischen Entwicklung und am sozialen Fortschritt seines Landes mitwirken. Umgekehrt bedeutet keine Schulbildung Abhängigkeit von jenen, die Wissen und Macht besitzen und dies wiederum kann Diktatur und Ausbeutung den Weg bereiten.

Dieses Wissen im Hintergrund bauen Songtaaba, Direkthilfe Burkina Faso, Fruits for Kids, Förderkreis Patenschulen in Burkina Faso, Indien, Eritrea und Nepal Schulen oder tragen zum Unterhalt solcher bei. “Direkthilfe Burkina” spezialisierte sich auf berufliche Weiterbildung. Aber auch andere Formen der Hilfe wie z.B der Ausbau der medizinischen Versorgung liegt den Helfern am Herzen, ebenso wie die Anpflanzung von Bäumchen, um die Ausdehnung der Wüsten in Burkina Faso  zu bremsen, ist eine der Möglichkeiten, wirksam zu helfen.

Auch das Café Bohne, ein offenes Angebot für alle Kirchentellinsfurter jeweils am Dienstagvormittag im evangelisch-methodistischen Gemeindehaus trägt mit seinem Verkauf von “Eine-Welt-Waren” zur Verbesserung der Lebenssituation von Familien in verschiedenen Ländern bei.

Über all diese Formen konnten sich die Besucher im Rittersaal in Filmen und Gesprächen informieren. Für Kinder war ein Rätselspiel vorbereitet, das leicht zu lösen war, wenn man aufmerksam die Info-Flyer der verschiedenen Initiativen durcharbeitete. Belohnt wurde man durch eine Fahrt mit der asiatischen Rikscha und einem kleinen Preis.

Für den Tag im Rittersaal luden Helferinnen zu Kaffee und Tee aus fairem Verkauf und selbstgebackenen Leckereien ein

Sie als Leser dieser Zeilen glauben, die Welt könne man nicht verbessern? Mag sein. Aber durch eine Patenschaft, die einem Kind hilft zur Schule zu gehen, können Sie die Lebenswelt eines Kindes entscheidend beeinflussen. Sind Sie skeptisch gegenüber den großen Hilfsorganisationen, die auch für Verwaltung viel Geld verbrauchen? Bei unseren kleinen Vereinen ist es anders, die Verwaltungskosten liegen unter 1 Prozent.