KBS simikot

Ein Stück gelebten Fortschritts in einer der abgelegensten Regionen Nepals

Simikot liegt auf einer Höhe von ca. 3000 Metern und ist von einer Reihe beeindruckender, schneebedeckter Berge umgeben. Es liegt nur drei Tagesmärsche von Tibet entfernt, ganz im Nordwesten Nepals. Von Simikot aus kann man den Mt. Kailash, den heiligen Berg vier verschiedener Religionen erreichen. Es gibt (noch) keine Straße nach Simikot, aber einen kleinen Flughafen.

Der Umzug der Schule 2008 und der Bau des neuen Gebäudes 2011 war der erste mutige Anlauf, nicht die Schüler*Innen zur Schule, sondern die Schule zu den Schüler*Innen zu bringen – und das erfolgreich! Die private Kailash Bodhi School in Simikot wird von Beginn an vom Förderkreis unterstützt. Der Verein hat mit 100.000 Euro einen Großteil der Baukosten des großen, L-förmigen Gebäudes finanziert, bezahlt seitdem Lehrergehälter und vermittelt Patenschaften. Jährlich sind das etwas über 12.000 Euro. Im Moment werden ungefähr 20-30 Prozent der Schulgebühren durch den Verein finanziert, die Schule zählt etwa 400 Schüler*Innen aus Simikot und den umliegenden Dörfern.  Wenn die Schule voll belegt ist, arbeiten dort 11 Lehrer*Innen.

Das Gebäude ist aus Steinen, Holz und Lehm gebaut und war das erste Haus, das die blauen Metalldächer nach Simikot gebracht hat, erklärte der Schulleiter bei einem Besuch in Simikot (2018) stolz. Mittlerweile findet man viele dieser blauen Dächer dort. Und nicht nur architektonisch ist die Schule ein Vorreiter in der Region – sie ermöglicht den Kindern eine qualitativ hochwertige, kulturübergreifende Bildung, wie sie das staatliche Schulsystem in Nepal leider (noch) nicht bieten kann. Die Schule ist ein Vorreiter-Projekt, das Hoffnung macht. Sie wird von den Menschen in Simikot gut angenommen, die freien Plätze der Schule sind gefüllt und die Schule hat einen guten Ruf.

Auch die Schule in Simikot ist ein Stück gelebten Fortschritts, den das Land dringend braucht. Sie schafft Platz für neue Werte und funktioniert gleichzeitig respektvoll ihrer traditionellen Umgebung gegenüber. Sie ist eine Brücke zwischen zwei Welten.

Bericht Leonie Stieber 2018

impressionen aus Simikot