Vom Neckar nach Nepal
In Kirchentellinsfurt am Neckar sind Eier nicht einfach ein Ostersymbol. Sie sind hochgehandelte Kunstwerke. Bemalte Kalkovale in limitierter Auflage spülen Geld in die Spendenkasse des Förderkreises Patenschulen e.V.. Die Kunstschaffenden sind Schüler:innen der Graf-Eberhard-Schule.
Eier stehen für Schöpfung und Wiedergeburt. Aus ihrer Kalkschale schlüpft neues Leben. Daher sind Eier das Ursymbol des Lebens schlechthin. Eier sind Metapher und Medium, sind inhaltsschwer und formvollendet. Sie tragen brüchige Schalen und weiche Kerne. An der Graf-Eberhard-Schule wissen die Kids mit Eiern umzugehen. Sie verwandeln die Lebenssteine in Gemälde, färben und verzieren sie. Für einen einzigen Zweck: Geld. Inzwischen ist es Tradition, dass Schuldirektor Mathias Kessler den Eiermaler:innen auf dem Hof der Grundschule alles Gute für den Verkauf wünscht. Sie schwärmen aus, stehen vor Kaufhallen, klingeln an fremden Türen, tauschen Ei gegen Spende. Das Geld wandert von der Schwäbischen Alb in den Himalaja. Der Förderkreis Patenschulen e.V. schickt die Spende in Höhe von nahezu 2420 Euro nach Simikot in Nepal, an der Grenze zu Tibet (China). Seit 2011 steht im äußersten Westen Nepals eine Schule. 300 Mädchen und Jungen aus der Umgebung lernen Lesen, drei Sprachen sprechen, Devanagari schreiben, das nepalesische Alphabet. Bildung auf dem Dach der Welt ist nicht selbstverständlich. Doch die Eier aus der Schule in Kirchentellinsfurt tragen Früchte, wertvoll und nachhaltig.
Ein dickes Danke, an alle Eltern, Lehrer:innen und die Künstler:innen!!!
(Text Claudia Friedrich)




