Erste Bilder aus Kathmandu von der KBS nach dem Erdbeben

29. April 2015

Weitere Informationen über die Situation in Nepal nach dem Erdbeben:


In den Pressemedien wird meist spektakulär über die Situation am Mount Everest berichtet, aber die eigentliche Katastrophe spielt sich in Kathmandu und in den Seitentälern ab. Da viele von Euch schon die Gegend besucht haben, hier erste Berichte von Augenzeugen, die uns erreicht haben:

Wie es in Kathmandu aussieht zeigen viele Fotos in den Zeitungen. Viele historischen Gebäude sind zusammengestürzt, die Infrastruktur ist nahezu zerstört (Elektrizität, Wasser, Straßen), Lebensmittel werden knapp und die meisten Bewohner leben im Freien und haben Angst vor den nächsten Erdstößen. Viele haben auch ihre Wohnungen verloren und trauern um ihre toten Freunde und Angehörige. So auch Surajan, der am Freitag aus Simikot nach Kathmandu kam und dort dann das Erdbeben „erlebte“ und nun unter freiem Himmel haust. Von unserem Haus Namaste haben wir noch keinerlei Antwort bekommen und wir wissen nicht was dort passiert ist.

Die Straße zwischen Kathmandu und Mugling (also Richtung Pokhara) ist zerstört. Das wird kurzfristig zu sehr großen Versorgungsproblemen für die über 2 Millionen Bewohner des Kathmandutales führen.

Bhaktapur und Patan sind schwer zerstört. Viele der Tempel sind zusammengestürzt.

Im Langtang gibt es große Zerstörungen. Über Satellitentelefon haben wir erfahren, dass der Weg durch Erdrutsche zerstört und blockiert ist. Nahe des Dorfes Langtang ist eine Lawine abgegangen. Das Dorf soll komplett zerstört sein. Auch Thulo Syphra und Syabrubesi gibt es nicht mehr. Die Stromversorgung im Langtanggebiet ist komplett eingestellt. Am Trishuli sind durch Erdrutsche Flutwellen ausgelöst worden und diese haben weitere Dörfer zerstört. Dhunche wurde komplett weggerissen, das sind 70 Haushalte mit ihren Bewohnern. Nur 4 Leute haben überlebt.

Im Gebiet Gorkha Manaslu und Lamjung ist davon auszugehen, dass die meisten Dörfer schwer beschädigt sind. Hier lag das Epizentrum des Bebens. Von dort gibt es noch keinerlei Nachrichten.

Die Stadt Pokhara hatte Glück und es scheint keine großen Schäden gegeben zu haben. Thinley und seiner Familie geht es den Umständen entsprechend gut, aber sie leben ebenfalls im Freien. Auch Pemaund ihrer Familie geht es in Kathmandu gut.

Nun muss sich Nepal auch darauf vorbereiten, wie es den verblieben Dorfbewohnern in den Tälern und in Kathmandu helfen kann wenn der Monsun einsetzt. Viele Erdrutsche blockieren die Flüsse  und dadurch sind große Überschwemmungen zu befürchten. Eine weitere Katastrophe bahnt sich an.

Die Schulen in Simikot und Jumla scheinen nur wenig betroffen zu sein.

Winfried Krahl
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28.04.2015

Liebe Freunde und Mitglieder des Förderkreises Patenschulen e.V.,
wir haben Heute einen Spendenaufruf für unser Schul-Projekt in Kathmandu geschaltet:
Stichwort: „Einzelspende Nepal“
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27.04.2015

Liebe Freunde,
soeben erreichte uns eine Mail von Karma Chozom, in der sie schreibt, dass sie sicher und gesund sind.
Es sei schwierig Freunde außerhalb zu erreichen, da die „Ausgänge“ begrenzt sind. Sie bedankt sich aber für die Anteilnahme.
Grüße
Barbra Krahl
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26.04.2015
Liebe Freunde und Mitglieder des Förderkreises Patenschulen e.V.,
soeben hat uns eine Nachricht unserer Norwegischen Partenerorganisation erreicht.
Sie hatten Kontakt mit der Schule in Kathmandu. Sie steht, sie hat Strom und Telefonverbindung.
Mehr wissen sie noch nicht auf Grund von Sprachproblemen.Sie hatten auch Kontakt mit Lama Göndup:
Das Nonnenkloster steht auch. Ob es Schaden genommen  hat wissen sie auf Grund sprachlicher Probleme ebenfalls nicht.
AnnemArie, Seklretärin der Organisation Tso Pema lässt grüßen.
Barbara Krahl
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26.04.2015
Liebe Freunde und Mitglieder des Förderkreises Patenschulen e.V.,
vielen Dank für Euer zahlreiches Interesse und Euer Mitfühlen und Eure Hilfsangebote in Zusammenhang mit dem Erdbeben in Nepal. Über unsere Patentochter Dolma, die in Nordindien studiert haben wir folgende Auskünfte bekommen: Karma und ihre Familie sind o.K. und die Schulleitung und die Schüler scheinen wohlauf zu sein und haben sich in der Schule getroffen. Wir hoffen, dass sich diese erste Aussage für alle Schüler, Lehrer und ihre Familien bestätigt. Ob das Gebäude Schaden genommen hat ist uns noch nicht bekannt, wir hoffen es aber auch in Kürze zu erfahren. Verena Bär bestätigt, dass Sie  mit Tinley Kontakt hatte und es ihm und seiner Familie gut geht. Wolfgang Henzler sitzt in Namche Basar mit einer Trekking-Truppe fest, hat dort eine hoffentlich sichere Unterkunft, bis er wieder nach Kathmandu zurückreisen kann.
Das sind unsere letzten Informationen aus Kathmandu. Wir werden Euch wieder informieren, wenn wir wichtige Neuigkeiten erfahren.
Viele Grüße
Barbara Krahl